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Größer als die Dogge ist nur ihr Herz: Dogge Charakter – Dogge Wesen


Häufig schüchtern die Größe und das imposante Erscheinungsbild der Dogge Menschen und sogar andere Hunde ein.

Dabei ist eine Angst vor diesen sanften Riesen in den aller meisten Fällen vollkommen unbegründet.

Von vielen Besitzern werden diese Hunde sogar als Kampfschmuser oder zu groß geratene Schoßhunde betitelt.

Und tatsächlich: Doggen sind sehr anhänglich und liebevoll und unterschätzen oft ihr eigenes Gewicht und ihre Statur, wenn es ums Schmusen und Anlehnen gilt.

Zu verdanken sind die ausgeglichenen Charakterzüge der Dogge verantwortungsvollen Züchtern, die als Zuchtziel verstärkt Wert auf ein freundliches und ruhiges Wesen legen.

Aggressives und dominantes Verhalten sind hingegen äußerst unerwünscht.

Wie bei allen Rassen gilt allerdings auch für die Dogge, dass zwar ein gewisser Grundcharakter bei den Welpen vorhanden ist, jedoch Erziehung, Erfahrungen und Sozialisation entscheidend dazu beitragen, wie das Wesen der Dogge sich später weiterentwickelt.

Inkonsequente Erziehung, negative Erfahrungen und eine schlechte Sozialisation können also schwerwiegende Folgen haben, wenn es um den Charakter der Dogge geht.

Dogge Charakter und Wesen
Das Wesen und der Charakter der Dogge sind sehr ausgeglichen und freundlich.

Steckbrief Dogge

Weitere Namen Great Dane, Dogge
Größe ♂ Rüde: 80-90 cm
♀ Hündin: 72-84 cm
Gewicht ca. 50-95 kg
Herkunft/Ursprung Deutschland
Farbe 3 Varietäten: gelb und gestromt, blau, gefleckt und schwarz
Fellbeschaffenheit sehr kurz, dicht, glatt, glänzend
Lebenserwartung 6 – 8 Jahre
Charakter/Wesen sanft, liebevoll, freundlich, selbstsicher, anhänglich, leichtführig, reserviert bei Fremden
Krankheitsgefährdung Hüftdysplasie, Wobbler-Syndrom, DCM, Magendrehung, Gelenkentzündungen, Krebs
FCI FCI Nr:235, Gruppe 2, Sektion 2.1: Molossoide, doggenartige Hunde Dogge FCI Standard als PDF
Aktivitätsbedarf Die Dogge hat einen großen Aktivitätsbedarf
Futterbedarf Die Dogge hat einen sehr großen Futterbedarf
Fellpflege Die Dogge hat einen geringen Aufwand für Fellpflege
Stadteignung Die Dogge ist für die Stadt nicht so gut geeignet

Familienanschluss gesucht!

Für eine reine Zwingerhaltung sind Doggen schon allein wegen ihres Haarkleids nicht geschaffen, da sie keine Unterwolle besitzen. Doch eine solch isolierte Haltung führt bei der sehr menschenbezogenen und sensiblen Dogge auch zu Depressionen.

Zum Glücklichsein benötigt der Hund darum einen engen Kontakt zu seinem Besitzer und möchte am liebsten immer und überall dabei sein.

Dogge Wesen
Ihr freundliches Wesen und ihre hohe Reizschwelle machen die Deutsche Dogge nämlich zu einem besonders geeigneten Familienhund. Sie harmonieren gut mit Kindern und sind verträglich gegenüber Artgenossen.

Ihr freundliches Wesen und ihre hohe Reizschwelle machen die Deutsche Dogge nämlich zu einem besonders geeigneten Familienhund. Sie harmonieren gut mit Kindern und sind verträglich gegenüber Artgenossen.

Wichtig für ein friedliches Zusammenleben sind natürlich eine gute Ausbildung und Gehorsamkeit des Hundes. Die Dogge sollte dabei auch die Kinder im Haushalt als ranghöher betrachten.

Außerdem musst Du natürlich Deinem Nachwuchs den richtigen und respektvollen Umgang mit Hunden beibringen und die Dogge nie unbeaufsichtigt mit den Kindern alleine lassen.

Bedenke, dass einige Rassevertreter bis zu 90 kg und mehr auf die Waage bringen und damit sogar schwerer sind als manch Erwachsener.

Ein Kind hat bei einem solchen Kraftpaket keine Chance, wenn die Dogge beispielsweise toben will oder aus purer Freude an ihnen hochspringt. Gleiches gilt für ältere und gebrechliche Menschen.

Weitere Eignungen – Die Dogge als Wachhund oder Therapiehund

Da die Dogge zudem sehr aufmerksam ist und Fremden gegenüber eine gewisse Skepsis an den Tag legt (ohne dabei aggressiv zu sein), sind sie auch hervorragende Wachhunde.

Dogge Charakter
Die sanften Doggen mit ihrem ausgezeichneten Charakter eignen sich auch prima als Therapiehunde für den Einsatz in Reha-Kliniken, Gefängnissen, Behindertenheimen und vielen anderen Orten.

Und welcher Einbrecher würde beim Anblick eines solchen Riesen nicht sofort Hals über Kopf davonrennen?

Die sanften Doggen eignen sich allerdings auch prima als Therapiehunde für den Einsatz in Reha-Kliniken, Gefängnissen, Behindertenheimen und vielen anderen Orten.

Natürlich muss die Dogge dafür verschiedene Wesenstests durchlaufen und entsprechend geschult werden. Jedoch gewinnt sie mit ihrer liebevollen Art und dem schönen und eleganten Erscheinungsbild schnell viele Herzen.

Ihre Größe kann allerdings bei der Arbeit als Therapiehund sowohl förderlich, als auch hinderlich sein. Während einige schlicht begeistert von der Dogge und ihrem besonderen Erscheinungsbild sind, fürchten sich andere wiederum vor dem Riesen.

Wer mit seiner Dogge in sozialen Bereich arbeiten möchte, sollte auf eine solide Ausbildung und Sozialisation des Hundes viel Wert legen. Meist werden Therapiehunde schon mit wenigen Monaten behutsam an die spätere Arbeit herangeführt. Dabei wird meist auf das spätere Arbeitsumfeld Rücksicht genommen. Je nach Einsatzgebiet wird die Dogge also bereits an vieles gewöhnt und macht positive Erfahrungen.

Es sollte Deinen Hund keinesfalls stören, wenn viele Menschen anwesend sind oder dass er von allen gestreichelt wird. Zudem sollte die Dogge eine hohe Reizschwelle bezüglich Lärmpegel haben und nicht erschrecken bei lauten Geräuschen oder plötzlichen Bewegungen. Vorteilhaft ist, wenn sie mit vielen Menschen unterschiedlicher Altersklassen zusammenkommt. Kinder, Senioren, solche mit Gehilfen oder Rollstuhl, behinderte Menschen usw.

Wer eine Ausbildung zum Therapiehund für seine Dogge anstrebt, bekommt in der Ausbildung praktisches und theoretisches Wissen gleichermaßen vermittelt. Gute Voraussetzungen und jede Menge Motivation sollten die Teilnehmer natürlich mitbringen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Hundeführer und Vierbeiner müssen gut harmonieren.
  • Der Hund muss Vertrauen in seinen Menschen haben.
  • Die Basiskommandos sollten gut sitzen.
  • Der Hund darf keinerlei Anzeichen von Aggression oder Nervosität zeigen.
  • Der Hund befolgt Befehle auch bei großer Ablenkung.
  • Gute Sozialverträglichkeit gegenüber anderen Tieren.
  • Menschenfreundlich und ein einwandfreies Wesen.
  • Absolut leinenführig auch bei Kindern/fremden Menschen.
  • Hohe Belastbarkeit.

Die Therapiehundearbeit ist mental sehr belastend für den Vierbeiner. Es ist harte Arbeit und eine konzentrierte Mitarbeit unbedingt nötig. Auch körperlich kann die Arbeit sehr belastend sein. Darum ist es wichtig angemessene Ruhephasen zu bieten und es muss auch Tage geben, an denen die Dogge nicht zur Arbeit muss.

Bedenke: Zwar eignen sich Doggen sehr gut als Therapiehunde, aber dieser Job ist nicht für jeden Hund. Es muss nach individuellen Charakter entschieden werden.


Was ist typisch für die Deutsche Dogge?

  • Imposante Erscheinung, die auf viele etwas furchteinflösend wirken kann.
  • Sie gilt unter Kennern jedoch als sanfter Riese und zu groß geratener Schoßhund.
  • Sie ist absolut anhänglich, treu und menschenfreundlich.
  • Freundliches und ruhiges Wesen.
  • Sensibeles Gemüt.
  • Gute Familienhunde und bei entsprechender Erziehung und Sozialisation absolut kinderfreundlich.
  • Trotz der Größe sollte die Dogge ein Dach über dem Kopf haben und keinesfalls in einem Zwinger leben müssen. Sie ist viel zu sehr auf ihre Menschen fixiert und hat zudem keine Unterwolle, weshalb sie schnell frieren würde.
  • Fremden gegenüber oftmals ein wenig zurückhaltend, was sie zu guten Wachhunden macht.
  • Ein Handtuch sollte bei der Dogge immer griffbereit sein, denn alle Doggen sabbern mehr oder weniger stark.
  • Nach den Mahlzeiten unbedingt übers Maul wischen.
  • Die Dogge ist als Begleit-, Wach- und Schutzhund einsetzbar.
  • Leichtführig und gelehrig
  • Die Dogge hat eine hohe Reizschwelle
  • Kein Aggressionspotenzial

Wie groß und schwer wird eine Dogge?

Für beide Geschlechter wird im Rassestandard nur eine Mindestgröße angegeben. Die Grenze ist theoretisch nach oben hin offen, wobei allerdings ein Stockmaß angegeben wird, das im Idealfall nicht überschritten werden sollte. So gilt für Rüden eine Mindestgröße von 80 cm, dabei sollten sie jedoch nach Möglichkeit nicht größer als 90 cm werden. Bei Hündinnen ist hingegen ein Minimum von 72 cm vorgeschrieben. Auch hier sollte eine Obergrenze nicht übertroffen werden. Sie beträgt für die weiblichen Rassevertreter 84 cm.

Es gibt allerdings Doggen, die sehr deutlich über diesen Maßen liegen. Hunde mit einem Stockmaß über 100 cm sind gar nicht mal so selten. Die bekannte Deutsche Dogge Zeus aus den USA brachte es beispielsweise auf eine Widerristhöhe von unglaublichen 112 cm! Leider haben diese Riesen eine oftmals niedrige Lebenserwartung.

Im Standard ist zwar keine Angabe zum Gewicht einer Deutschen Dogge festgehalten, aber eine Hündin bringt es auf rund 45-50 kg und Rüden sind mit 54-90 kg meist deutlich schwerer.


Wie alt wird eine Dogge?

Traurigerweise haben die sanften Riesen nur eine Lebenserwartung von ca 8 – 10 Jahren. Es gibt sogar Hunde, die sterben schon mit 5 oder 6 Jahren. Oftmals sind dies besonders große Exemplare. Besitzer von Deutschen Doggen sollten sich also im Klaren darüber sein, dass bereits nach wenigen Jahren die Zeit zum Abschiednehmen kommen könnte bzw. die Dogge auch schneller altert, als andere Hunderassen. Nichtsdestotrotz gibt es auch immer mehr Rassevertreter, die ein ganzes Jahrzehnt oder sogar mehr Lebensjahre schaffen. Eine erfreuliche Entwicklung, die sicherlich auch Zuchtbemühungen zu verdanken ist.

Natürlich kann der Halter die Lebenserwartung seiner Dogge auch ein wenig mitbeeinflussen. Durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und ein artgerechtes Zuhause mit Familienanschluss. Die Gesundheitsvorsorge sollte ebenso ein wichtiger Eckpfeiler bei der Haltung einer Dogge sein.


Gibt es andere Namen für die Deutsche Dogge?

Frühere Bezeichnungen:

  • Englische Docke (Dogge)
  • Englische Tocke (Dogge)
  • Englischer Hund
  • Ulmer Dogge
  • Dänische Dogge
  • Saupacker
  • Hatzrüde

Heutige Bezeichnungen:

  • Deutsche Dogge
  • Dogge
  • Great Dane
  • Große Dogge

Für wen ist die Deutsche Dogge der perfekte Hund?

Wer eine Deutsche Dogge halten möchte braucht vor allem eines: Platz! Und davon reichlich. In einer kleinen Wohnung oder vollgestellten Wohnung fühlt sich die Dogge nicht wohl. Ihre Maße sind riesig und mit der kräftigen Rute kann problemlos der Couchtisch abgeräumt werden. Eine große geräumige Wohnung oder ein Haus mit Garten oder Hof wären darum angebracht. Am besten in einer ländlichen Gegend.

Doch Halter sollten noch mehr mitbringen, als ausreichend Platz. Nämlich einen gut gefüllten Geldbeutel. Die Haltung einer Dogge ist kostspielig. Es werden Unmengen an Futter vertilgt und eine Tierarztrechnung kann bei einem so großen Hund schnell in die Höhe schnellen. Auch die Anschaffung von Hundezubehör ist nicht ganz billig. Allein ein ausreichend großes Hundebett kann bereits teuer zu Buche schlagen. Und Du wirst der Dogge sicherlich einen eigenen Schlafplatz kaufen wollen, wenn Du nicht möchtest, dass Dein Vierbeiner den ganzen Zweisitzer für sich in Anspruch nimmt und Du regelmäßig auf dem Boden davor sitzen darfst.

Für Hundeanfänger ist die Rasse übrigens weniger geeignet und potenzielle Halter sollten viel Erfahrung und Motivation mitbringen, die Dogge auszubilden und zu erziehen. Denn das Powerpaket kann selbst von einem kräftigen Mann nur bedingt gehalten werden. Wie heißt es so schön? Die Deutsche Dogge ist immer nur theoretisch angeleint. Jede Dogge kann sich auf Wunsch sicherlich problemlos losreißen. Mit der Stärke und Kraft des Hundes geht also eine besondere Verantwortung einher. Während ein aggressiver Chihuahua problemlos auf dem Arm davongetragen werden kann, ist ein Halter mit einer Dogge da eher überfordert und kann die Situation womöglich kaum kontrollieren. Erziehung und Konsequenz sind demnach das A und O bei der Haltung einer Dogge!


Dogge Rüde oder lieber eine Dogge Hündin?

Das Geschlecht sagt in der Regel nichts über mögliche spätere Charakterzüge des Hundes aus. Jeder Rüde und jede Hündin ist im Verhalten anders, auch wenn sie einen gemeinsamen Grundcharakter aufweisen.

Zu viele Faktoren spielen bei der Wesensfestigung eine Rolle und Du als Besitzer bist daran maßgeblich beteiligt.

Unteschied Wesen von Dogge Rüde oder Dogge Hündin
Unterschied Wesen von Dogge Rüde oder Dogge Hündin: Das Geschlecht sagt in der Regel nichts über mögliche spätere Charakterzüge des Hundes aus. Jeder Rüde und jede Hündin ist im Verhalten anders, auch wenn sie einen gemeinsamen Grundcharakter aufweisen.

 

Geschlechtsspezifische Charaktereigenschaften und Unterschiede in der Erziehung gibt es also nicht wirklich. Allerdings werden die Rüden normalerweise etwas größer und kräftiger, als die Damen, was jedoch keinerlei Einfluss auf das Wesen oder das Handling hat.

Auch eine leichtere Hündin kann eine gewisse Dominanz an den Tag legen oder sie problemlos ins Stolpern bringen, wenn sie ruckartig an der Leine zieht.

Zu beachten ist allerdings, dass die Hündinnen regelmäßig läufig werden und ihr Verhalten in dieser Zeit anders sein kann.

Einige ziehen sich zurück, andere werden besonders anhänglich, während einige Vertreterinnen scheinträchtig werden und anfangen Gegenstände zu bemuttern und zu verteidigen.

Auch die Herren sind bisweilen nicht sie selbst, wenn eine läufige Hündin in der Nachbarschaft zugegen ist. Liebestoll oder liebeskrank können sie mitunter bellen und jaulen, das Futter verweigern oder unruhig werden.

Dogge Kastration
Erwägst Du eine Kastration Deiner Dogge? So solltest Du den Hund so früh wie möglich kastrieren!

Sollte man aufgrund dieser Verhaltensweisen eine Kastration in Betracht ziehen?

Bei Rüden gibt es keinerlei medizinischen Grund, sie kastrieren zu lassen. Unerwünschte Verhaltensweisen lassen sich dadurch nämlich keinesfalls ändern.

Einzige Ausnahme: Bei einer Frühkastration hat die junge männliche Dogge noch nie Interesse für eine läufige Hündin gezeigt. Nach dem operativen Eingriff wird ein Rüde der Hitze darum ebenso wenig Beachtung schenken.

Wohingegen ein vollständig ausgewachsener Rüde, dem die Läufigkeit bereits bekannt ist und der einen Geschlechtstrieb entwickeln konnte, oft auch nach der OP noch hinter den Damen her ist.

Bei Hündinnen kann eine Kastration allerdings durchaus sinnvoll sein. Gebärmutterentzündungen können so erst gar nicht entstehen und auch Gesäugetumoren wird effektiv vorgebeugt.

Trotzdem sollte eine Kastration immer auch kritisch betrachtet werden. Sie ist medizinisch nicht notwendig, greift in den Hormonhaushalt der Tiere ein und kann nach neuesten Erkenntnissen auch negativen Einfluss auf die Entwicklung und Gesundheit der Hunde haben.


Stimmen die vielen Vorurteile gegenüber Deutschen Doggen?

Vorurteil Charakter und Wesen: Doggen sind dumm – falsch!

Dogge Charakter Intelligenz
Die Dogge ist sehr intelligent und möchte entsprechend gefördert und gefordert werden!

Wenn Du einmal bedenkst, dass Doggen früher zur Jagd eingesetzt wurden, wird sehr schnell klar, dass dafür gewisse Voraussetzungen gegeben sein mussten.

Aufmerksamkeit, schnelle Auffassungsgabe sowie Intelligenz gehörten zum Beispiel unbedingt dazu.

Auch die Doggen von heute möchten geistig gefördert werden und lieben Herausforderungen für ihr großes Köpfchen.

Vielleicht entstand gerade dieses Vorurteil durch das eher sanfte und zurückhaltende Wesen der Dogge, das so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann.

Diese Gelassenheit wird möglicherweise von einigen Menschen fälschlicherweise als Dummheit gedeutet.

Vorurteil Charakter und Wesen: Doggen sabbern viel – stimmt!

Rassebedingt sabbern Doggen nun mal. Die einen mehr, die anderen weniger. Die Menge hängt dabei wesentlich von der Belefzung ab, die bei jedem Tier anders ausgeprägt ist.

So speicheln Welpen zu Beginn nur äußerst selten, was sich mit der Zeit jedoch enorm steigern wird. Du hast also keinerlei Garantie, ob Dein Großer später viel oder eben mäßig tropft.

Wann genau der Hund speichelt, ist oft auch recht unterschiedlich. Beim Fressen, aus Freude, nach dem Toben oder auch permanent.

Viele erfahrene Doggenhalter streichen ihre Wohnung darum mit abwischbarer Latexfarbe. Schüttelt sich der Hund und fliegt der Sabber in alle Richtungen, so kann er mühelos von Wänden abgewischt werden.

Als zukünftiger Doggenbesitzer sollte man sich der Sabberei schon bewusst sein.

Vorurteil Charakter und Wesen: Doggen sind faul – falsch!

Doggen Bewegung Spaziergänge
Doggen sind alles andere als faul! Sie benötigen viel Bewegung und lieben lange Spaziergänge.

Ganz im Gegenteil! Die Deutsche Dogge hat einen enormen Bewegungsdrang und benötigt schöne ausgedehnte Spaziergänge mit viel Abwechslung.

Zudem tobt eine Dogge gern mit anderen Artgenossen und liebt es einfach überall dabei zu sein.

Bei Welpen und jungen Hunden ist allerdings Vorsicht geboten: Sie sollten sich nicht zu sehr anstrengen und auspowern.

Auch die Gassirunden sollten zunächst eher kurz gehalten werden, damit es zu keinen Fehlentwicklungen von Knochen, Gelenken und Muskulatur kommt.

Der bewegungsfreudigen ausgewachsenen Dogge kann, und sollte man hingegen ausdauerndes Laufen zumuten. Klar, dass der Hund nach so viel Action anschließend „faul“ auf dem Sofa liegt und entspannt.

Vorurteil Charakter und Wesen: Doggen und ihre Besitzer werden oft gemieden oder mit Kommentaren bedacht – stimmt teilweise!

Wesen Dogge
Die Größe täuscht über das freundliche Wesen der Dogge hinweg. Viele Menschen haben Angst vor diesem großen Hund.

Die Dogge ist aufgrund ihrer Größe schon recht Respekt einflößend. Wer kann es da verdenken, wenn andere Hundehalter (besonders die Besitzer kleinerer Rassen) schnell die Straßenseite wechseln, wenn Du ihnen mit Deinem Vierbeiner entgegenkommst?

In Hundeschulen oder Welpenspielstunden werden Doggen ebenfalls oft kritisch beäugt, da sie um einiges kräftiger und größer sind als gleichaltrige Artgenossen.

Viele Halter haben schlicht Angst um ihre „Kleinen“. Leiste in solchen Fällen gezielt Aufklärungsarbeit und überzeuge andere vom freundlichen Wesen der Dogge.

Auch Passanten haben häufig Angst vor einem Hund solch imposanter Statur und werden Dir vielleicht hin und wieder gemeine Kommentare oder einen blöden Spruch zum Besten geben („Ist das ein Pony oder ein Hund?“) oder Dich und den Hund anfeinden.

Reagiere gelassen und bleib freundlich. Genauso, wie es dumme Anmerkungen gibt, hörst Du sicherlich auch viele schöne und begeisterte Reaktionen.

FCI-Rassestandard – Dogge

Standardnummer 235
FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Section 2: Molossoide
Section 2.1: Doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Charakter Dogge
Dogge: Kräftiger, großer Körperbau, fast gerader Rücken, der hinten leicht abfällt, ausdrucksvoller, markanter Kopf, Körper erscheint fast quadratisch, Bauch nach hinten aufgezogen

Allgemeines Erscheinungsbild:

  • Kräftiger, großer Körperbau
  • Fast gerader Rücken, der hinten leicht abfällt
  • Ausdrucksvoller, markanter Kopf
  • Körper erscheint fast quadratisch
  • Bauch nach hinten aufgezogen
  • Kopf:
    – Hängende Ohren
    – Möglichst dunkle Augen
    – Dunkle Lefzen
    – Vollständiges Scherengebiss
    – Deutlicher Stop
  • Pfoten:
    – Katzenartige, rundliche Pfoten
    – Krallen möglichst dunkel

 

Dogge Farben:

1. Gelb und gestromt
a) Gelb: Hellgelb bis Sattgelb, schwarze Maske, weiße Abzeichen unerwünscht
b) Gestromt: Grundfarbe Gelb, schwarze Maske, gleichmäßige schwarze Streifen, die in Richtung Rippen verlaufen, weiße Abzeichen unerwünscht

2. Blau
Stahlblau, weiße Abzeichen zugelassen, jedoch nur an Pfoten und Brust.

3. Gefleckt und schwarz
a) Schwarz-weiß gefleckt: Weiße Grundfarbe, schwarze Flecken, die gut über den Körper verteilt sind.
b) Schwarz: Lackschwarz, weiße Abzeichen zugelassen an Pfoten und Brust (in diese Kategorie fallen allerdings auch Plattenhunde und Manteltiger, bei denen die Verteilung schwarz-weiß etwas anders ausfällt)

Kennst Du eine Dogge oder hast Du selbst eine Dogge? Was macht den Charakter und das Wesen Deiner Dogge aus? Bitte beschreibe Deinen Hund und hinterlasse einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Gloria

    Vor drei Tagen haben wir unsere erste Dogge gehen lassen müssen, weil sie mit fast 7 Jahren eine Narkose nicht stemmen konnte. Niemals hätten wir gedacht, dass es einen Hund gibt, der eine so intensive Beziehung zu seinen Menschen aufbauen kann. Ich hatte im Laufe meines Lebens (wir gehen auf die 70!) viele Hunde: Schäferhund, Deutsch Drahthaar, Bobtail.Mix, Dackel, Berner Sennenhund, Dackel-Westie-Mix und einen JackRussel und zuletzt einen Doggenrüden.
    Bei allen Vorzügen und Liebenswürdigkeiten seiner Vorgänger- an Kommunikationsmöglichkeiten, Einfühlungsvermögen und Sensibilität war ihnen unsere Dogge überlegen. Er war ein echtes Familienmitglied und wir sind sicher, dass er zum Schluss auch mit uns reden konnte! Für nicht-Hunde-Halter eine absurde Vorstellung, aber wir sind davon überzeugt.
    Niemals gab es das Gefühl von Risiko hinsichtlich unserer 9 Enkel oder der Sorge, einen Gast ins Haus zu lassen. Einzig bei bestimmten Rüden gab es ein sehr lautes – und bis zum Schluss massives Abwehrverhalten, das sich nicht auf Bellen beschränkte, sondern wo ein massiver Griff ins Halsband oder an die Leinen erforderlich war. also nichts für zarte Figuren! 85 – 90kg müssen schon gehalten werden! Als er jünger war, hatte ich (Frau) immer eine Würgehalsband als Zusatz- für alle Fälle. Manchmal war auch ein Baum oder ein irgendwie fixierter Haltepunkt wichtig, um zu gewährleisten, dass er nicht einfach davon war, wenn er einen vermeintlichen Konkurrenten fand. Aber das ist selten gewesen- und wurde zunehmend seltener.

    Was würde ich ändern?
    -Meinen Hund stärker in gleichartige Beziehungen bringen (wir wohnten recht einsam in der Eifel und die Dogge fand kaum Artgenossen, mit denen er „spielen“ konnte)
    -Ganz früh mit allen Erziehungsanforderungen beginnen, nicht erst warten, dass er in „lernfähiges Alter“ kommt.
    – Mich nicht mehr über seinen Sabbel aufregen, sondern gleich einen Haufen Handtücher und Decken lagern- mein alter Hund war nach dem Fressen und Saufen immer schon freiwillig beim Schnauze wischen!

    Und: Ich würde gleich eine Dogge anschaffen – aber sie brauchen Platz, einiges an Futter und Zeit! Außerdem geht eine Dogge nicht in der Stadt, sie braucht Natur und Auslauf!!! (Mit einer Häufchentüte (hahaha) ist den Exkrementen nicht beizukommen!)

    1. MeineDogge.de

      Hallo Gloria!

      Mein Beileid, dass Ihr Eure Dogge habt gehen lassen müssen. 7 Jahre ist noch viel zu jung… 🙁 Die Trauer und der Schock sitzen bestimmt noch sehr tief.
      Allerdings lese ich aus jeder Zeile, wie sehr Ihr an Eurem Hund gehangen habt und das er ein vollwertiges Mitglied der Familie war. So sollte das sein. <3
      Vielen Dank auch für Deine wertvollen Hinweise zur Haltung einer Dogge. Ja ja, der ganze Sabbel ... 😀 Man lernt damit zu leben 😉
      Ich wünsche Dir viel Kraft in der kommenden Zeit. Ich weiß, es ist nicht leicht... 🙁
      Viele liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Michael Otto

    Doggen sind dumm wie Knäckebrot (nicht ein Stück, er ist einfach nur sehr stur), er ist aber grundsätzlich ein Chiwahwa (ok , nicht ganz richtig geschrieben), ein Kampfschmuser (siehe vorne, 91kg wollen gewuppt sein), sabbert wie die Pest, das keine Ahnung wievielte Familenmitglied, wird von einem jetzt 11jährigem Down-Syndrom-Mädchen geregelt, wenn er Mist baut, ist sicherlich auch nicht artgerecht gehalten, sehr laut Fremden gegenüber, bekommt die monatliche Sirenenprüfung nicht geregelt, überhaupt recht nervös (nicht artgerechte Haltung und Erziehung (8 Kinder wollen ihm was erzählen) aber das absolute Beste was man haben kann. Aber: 3 Menschen leiden nach fast 3 Jahren plötzlich an Unverträglichkeiten durch Sabber, Haare etc. Natürlich entwickeln sich auch die Menschen gesundheitlich negativ, was man vorher nicht weiss. Deswegen muss man ungeheuerlich stark sein, los lassen zu können, also dieses Familienmitglied in andere Hände geben zu wollen können, damit die eigene Gesundheit und auch die anderer nicht zu sehr leidet.
    Bin leider die Woche über nicht zuhause, die Frau kriegt’s gesundheitlich nicht geregelt, deswegen kommen jetzt die Abgabe-Gedanken hoch.

    1. MeineDogge.de

      Hallo Michael!

      Oh, es ist traurig zu lesen, dass es plötzlich Unverträglichkeiten gibt und nun einige gesundheitlich unter dem Zusammenleben mit Hund leiden. Sowas lässt sich nur sehr schwer vorher absehen und ist darum umso schlimmer. Wurde mit einem Arzt besprochen, ob dagegen vorgegangen werden kann?
      Wenn am Ende wirklich nur die Abgabe bleiben sollte (schließlich soll ja niemand gesundheitliche Einschränkungen haben), dann könnt Ihr gerne eine kostenlose Kleinanzeige hier bei uns auf der Seite aufgeben:

      https://www.meinedogge.de/dogge-anzeigen/in-anzeigen-stoebern/
      Ich hoffe, es muss vielleicht gar nicht so weit kommen. Ich kann mir vorstellen, wie schwer das sein muss. Du schreibst so liebevoll von Eurem Hund.
      Ich drücke die Daumen,
      Vanessa

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